Hey! Benji hier. Was willst du wissen – und warum glaubst du, Coco hätte recht? Heute geht es um Marvels „Ultimate Universe 2.0“, genauer gesagt um den dritten Teil: „Die Ultimates“. Und bevor jemand verwirrt unter den Comictisch kriecht: Ja, der Name klingt zunächst nach Avengers. Das ist kein Zufall.
Wie schon im ursprünglichen Ultimate Universe aus den späten 1990er-Jahren werden die mächtigsten Heldinnen und Helden der Erde hier als Ultimates bezeichnet. Das Grundprinzip ist also vertraut. Wer nun allerdings erwartet, einfach eine bekannte Avengers-Formation mit einem neuen Etikett vorzufinden, könnte sich ziemlich schnell an der eigenen Erwartungshaltung die Pfote stoßen.
Die Besprechung beschreibt den Comic von Hickman und Camp als klar aufgebaut und zugleich ungewöhnlich erzählt. Der Einstieg kann noch den Eindruck erwecken, man habe es mit einem klassischen Superheldenteam zu tun. Im weiteren Verlauf verschiebt sich der Schwerpunkt jedoch deutlich. Die Geschichte setzt nicht vor allem auf den nächsten Schlagabtausch mit einem Superschurken, sondern auf die Krisen und Schwierigkeiten, mit denen diese Erde konfrontiert ist.
Auch die Besetzung verbindet Bekanntes mit radikalen Veränderungen. Hulk, Thor, Captain America, Hawkeye und Iron Man gehören zu den vertrauten Namen im Ensemble. Ihre Versionen in diesem Ultimate-Universum sind laut der vorliegenden Besprechung allerdings teilweise völlig neu gestaltet. Die Namen kommen einem bekannt vor – die konkreten Figuren offenbar nicht unbedingt. Das ist ungefähr so, als würde ich mit Basecap und Goldkette auftauchen und behaupten, ich sei völlig unauffällig. Spoiler: Coco würde lachen.
Zusätzlich tritt Doctor Doom auf. Dabei handelt es sich ausdrücklich weder um Viktor von Doom noch um Robert Downey Jr. Auch Sif, die nordische Göttin, gehört zur Zusammenstellung. Damit bleibt die Serie nicht bei einer bloßen Neuetikettierung bekannter Marvel-Größen stehen, sondern stellt eine Konstellation zusammen, in der vertraute Bezeichnungen auf deutlich andere Ausprägungen treffen.
Der zentrale Unterschied zu typischen Teamcomics wie „Avengers“, „Justice League“ oder „Titans“ liegt laut der Rezension in der Funktion der Ultimates. Sie wirken weniger wie eine dauerhaft prügelbereite Heldentruppe und eher wie eine Organisation, die sich mit den Problemen ihrer Welt beschäftigt. Ihr Ansatz richtet den Blick auf konkrete Krisen, statt jede Herausforderung automatisch in einen Kampf gegen einen Superschurken zu verwandeln.
Ganz neu ist die Idee, Superhelden stärker mit den großen Problemen ihrer Welt zu beschäftigen, nach Einschätzung der Quelle zwar nicht. Entscheidend sei jedoch, wie Hickman und Camp diesen Ansatz umsetzen. Genau dort setzt die Neugier auf den Band an: Die Ultimates tragen zwar einen Namen, der nach klassischer Marvel-Action klingt, scheinen aber eine andere Aufgabe zu verfolgen als ein gewöhnliches Superheldenteam.
Mehr sollte man über die inhaltliche Richtung besser nicht verraten. Die vorliegenden Informationen zeichnen ein Bild von bekannten Figuren in ungewohnten Rollen und einer Gruppe, deren Arbeit über das nächste Duell hinausweist. Für Leserinnen und Leser, die im Marvel-Universum gern vertraute Namen in neuen Zusammenhängen sehen, könnte „Die Ultimates“ deshalb einen Blick wert sein. Ich sage: erst lesen, dann urteilen. Das war so geplant – nur das Ergebnis war überraschend.
💥 Comics
Die Ultimates sind nicht einfach nur neue Avengers
Im neueren Marvel-Ultimate-Universe tragen die mächtigsten Heldinnen und Helden der Erde einen vertrauten Namen: Ultimates. Doch Hickman und Camp machen aus dem Team deutlich mehr als eine weitere Runde Superhelden gegen Superschurken.
