Hallo. Rhonda hier. Wenn jemand in einem Tanzfilm mitgespielt hat, erwarten manche offenbar automatisch ein komplettes Lexikon aller Tanzstile. Jenna Dewan hält diese Rechnung für etwas zu elegant – und erklärt, warum ihre Teilnahme an der 35. Staffel von „Dancing With the Stars“ trotz ihrer Vorgeschichte eine echte Herausforderung ist.

Laut Page Six reagierte Dewan in einem Interview mit „Entertainment Weekly“ auf die Kritik von Fans, die ihr Casting wegen ihrer Tanzerfahrung infrage stellen. Die 45-Jährige sagte, sie könne keinen Ballroom-Tanz. Ihre bisherige Ausbildung helfe ihr zwar beim Erlernen von Choreografien und bei der Bühnenpräsenz, die Technik des Gesellschaftstanzes sei jedoch etwas anderes.

Dewan wurde als ehemalige Backgroundtänzerin von Janet Jackson bekannt und spielte 2006 an der Seite ihres damaligen Ehemanns Channing Tatum in „Step Up“. Auch in „The Rookie“ war sie zu sehen. Für manche Zuschauer klingt das nach einem Startvorteil. Dewan beschreibt ihre Situation deutlich komplizierter: Sie müsse Bewegungsgewohnheiten, die sie aus ihrem bisherigen Stil kenne, teilweise neu sortieren.

Der Grund liegt laut ihrer Erklärung in der besonderen Technik des Ballroom-Tanzes. Für Dewan sei sie neu und zunächst sogar irritierend gewesen. Ihre Tanzerfahrung verschaffe ihr daher nicht automatisch Sicherheit. Im Gegenteil: Sie sagte, der Wettbewerb mache sie dadurch eher nervöser, weil die geforderten Bewegungen für sie ungewohnt seien.

Aha. Tanzen ist also nicht einfach Tanzen, nur weil irgendwo Musik läuft und jemand ausgesprochen gut aussieht. Dewan selbst sieht genau darin den Reiz ihrer Teilnahme. Sie wollte sich bewusst einer Aufgabe stellen, bei der sie nicht auf einen vertrauten Stil zurückgreifen kann.

Auch ihr professioneller Partner Val Chmerkovskiy widersprach der Vorstellung, „Dancing With the Stars“ sei ausschließlich ein Wettbewerb um möglichst perfekte Tanzschritte. Der 40-Jährige erklärte laut „Entertainment Weekly“, im Mittelpunkt stünden ebenso die menschliche Erfahrung, die persönliche Entwicklung und die Bereitschaft, etwas von sich zu zeigen. Der Tanz sei das Mittel, durch das die Zuschauer mehr über die Teilnehmenden erfahren könnten.

Dewan äußerte sich außerdem gegenüber „People“ zu den Erwartungen an Menschen mit Tanzerfahrung. Die Annahme, jemand könne wegen seiner Ausbildung automatisch jeden Stil beherrschen, sei aus ihrer Sicht falsch. Weltweit gebe es Hunderte Tanzstile – nicht lediglich eine überschaubare Zahl, die man nach einer besonders erfolgreichen Filmrolle nebenbei erledigt. Eine durchaus vernünftige Unterscheidung, bevor noch jemand Ballett, Salsa und Walzer in denselben Topf wirft.

Mit Dewan nimmt auch Harry Shum Jr. an der neuen Staffel teil. Er war in „Step Up 2: The Streets“ und „Step Up 3D“ zu sehen. Shum Jr. tanzt mit Jenna Johnson und beschrieb die Zusammenarbeit gegenüber „Entertainment Weekly“ als eine völlig neue Bewegungssprache und als Herausforderung.

Zu den weiteren genannten Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 35. Staffel gehören „Summer House“-Star Ciara Miller, Schauspielerin Julia Stiles und „Traitors“-Teilnehmerin Maura Higgins. Die Nachricht über Dewans Casting wurde am Mittwoch bekannt. Ob die prominente Tanzerfahrung am Ende Vorteil, zusätzliche Last oder beides zugleich ist, bleibt damit genau die Frage, die Dewan auf der Tanzfläche beantworten will.